ElevenLabs überschreitet 500 Millionen Dollar ARR und holt sich BlackRock und NVIDIA
8. Mai 2026
ElevenLabs hat am 6. Mai 2026 mehr als 500 Millionen Dollar wiederkehrende Jahresumsätze gemeldet und die Serie D mit BlackRock, NVIDIA, Salesforce und Deutsche Telekom auf über 550 Millionen Dollar erweitert.
ElevenLabs überschreitet 500 Millionen Dollar ARR und holt frische Geldgeber an Bord
Am 6. Mai 2026 hat das auf KI-Sprachsynthese spezialisierte Unternehmen ElevenLabs gleichzeitig zwei Meldungen veröffentlicht: Der wiederkehrende Jahresumsatz (Annual Recurring Revenue, ARR) liegt jetzt bei mehr als 500 Millionen US-Dollar, und die Serie-D-Runde, ursprünglich im Februar 2026 mit 500 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 11 Milliarden Dollar geschlossen, ist um zusätzliche Investoren auf über 550 Millionen Dollar erweitert worden. Tech.eu und The AI Insider berichten unter Berufung auf das Unternehmen, dass BlackRock, Wellington, NVIDIA, Salesforce und Deutsche Telekom neu beteiligt sind, ergänzt durch prominente Privatpersonen wie Jamie Foxx, Eva Longoria und Hwang Dong-hyuk.
Wie sich der ARR seit 2025 entwickelt hat
Laut ElevenLabs lag der Jahresumsatz Ende 2025 bei rund 350 Millionen Dollar; die Marke von 500 Millionen wurde demnach binnen weniger Monate übersprungen. Die Sprünge spiegeln den Wechsel des Geschäfts vom reinen Text-zu-Sprache-Tool hin zu sogenannten Conversational-Agent-APIs wider, mit denen Unternehmen Telefonbots, Vertriebs- und Support-Agenten in mehreren Sprachen betreiben.
Was die neue Investorenliste bedeutet
Mit BlackRock zieht ein klassischer institutioneller Vermögensverwalter ein, mit Deutsche Telekom ein europäischer Telekom-Konzern, der ElevenLabs-Stimmen unter anderem in eigene Sprachassistenten und Callcenter-Stack integrieren könnte. NVIDIA ist gleichzeitig Investor und Lieferant der GPUs, auf denen ElevenLabs trainiert. Salesforce wiederum baut ElevenLabs-Stimmen in seine Agentforce- und Service-Cloud-Produkte ein, was den Vertriebskanal in den US-amerikanischen Mid- und Enterprise-Markt verbreitert. Die Beteiligung von Filmstars wie Jamie Foxx hat eher Marketing-Charakter, dürfte aber für den US-Hollywood-Bezug von Voice-Cloning-Verträgen relevant sein.
Worauf das Geld laut ElevenLabs verwendet wird
Die Pressemeldung nennt drei Schwerpunkte: Ausbau der Voice-Agent-Plattform, neue Sprachen und Stimmen sowie Preisreduktionen für Voice- und Agentic-API. Konkrete Preise pro Minute oder pro Token hat das Unternehmen am 6. Mai 2026 nicht beziffert.
Warum das wichtig ist
ElevenLabs ist eines der wenigen reinrassigen KI-Stimmenunternehmen mit dreistelligem ARR und einem ernstzunehmenden Enterprise-Vertriebskanal in Europa. Die 500-Millionen-Dollar-Marke ist nicht nur ein PR-Wert: Sie zeigt, dass Voice-AI – und damit Telefonate, Hotlines, Voice-Assistenten in Banken oder Versicherungen – schnell aus der Demo-Phase in echte Kostenstellen umgezogen ist. Für DACH-Unternehmen ist die Beteiligung der Deutschen Telekom relevant, weil sie das Thema Datenresidenz, deutsche Sprachqualität und EU-AI-Act-Konformität direkt mit europäischen Trägern verkoppelt. Gleichzeitig wachsen mit dem ARR die Risiken: KI-Stimmenmissbrauch in Betrugsanrufen oder Deepfake-Voicemail rückt in eine neue Größenordnung, die Aufsichtsbehörden zunehmend ansprechen.
Praktisches Beispiel
Ein deutsches Versicherungs-Callcenter mit 600 Mitarbeitern testet 2026 einen ElevenLabs-Voice-Agenten für die Erstaufnahme von Schadensmeldungen. Bisher dauert ein Schadens-Erstgespräch im Schnitt sechs Minuten. Mit einer Conversational-Agent-API auf Deutsch könnten 60 Prozent der Standardfälle ohne menschlichen Eingriff durchlaufen, der Rest wird an Mitarbeiter eskaliert. Dass Deutsche Telekom im neuen Investorenkreis sitzt, macht eine Lieferkette vom Telefon-SIP-Trunk über die Mobilfunkverbindung bis zur Voice-Agent-Auswertung politisch und vertraglich sauberer als ein Direkt-Vertrag mit einem rein US-amerikanischen KI-Anbieter.
💡 Im Klartext
ElevenLabs ist eine Firma, die KI-Stimmen baut, mit denen Maschinen wie echte Menschen sprechen können. Sie verdient inzwischen so viel Geld, dass viele große Investoren wie BlackRock und NVIDIA mitmachen wollen, weil immer mehr Firmen ElevenLabs-Stimmen für Telefon-Hotlines und Hilfe-Bots benutzen.
Wichtigste Erkenntnisse
- →ElevenLabs hat am 6. Mai 2026 mehr als 500 Millionen Dollar ARR gemeldet, gegenüber 350 Millionen Dollar Ende 2025.
- →Die im Februar 2026 mit 500 Millionen Dollar geschlossene Serie D ist auf über 550 Millionen Dollar erweitert worden.
- →Neu im Investorenkreis sind unter anderem BlackRock, Wellington, NVIDIA, Salesforce und Deutsche Telekom.
- →Die Bewertung der Serie D liegt weiterhin bei rund 11 Milliarden Dollar.
- →Auch prominente Einzelinvestoren wie Jamie Foxx, Eva Longoria und Hwang Dong-hyuk steigen ein.
- →ElevenLabs kündigt Preissenkungen für Voice- und Agentic-API an, ohne konkrete Preise zu nennen.
Quellen & Kontext
- ElevenLabs adds BlackRock, Nvidia and Jamie Foxx to $550M+ Series D (Tech.eu)
- ElevenLabs Surpasses $500M ARR as BlackRock, Nvidia and Celebrity Investors Join $500M Series D (The AI Insider)
- ElevenLabs Hits $500M ARR with New Investment from NVIDIA and BlackRock (TechStory)
- ElevenLabs hits $500 million ARR, announces Series D at $11B valuation (NewsBytes)
- ElevenLabs Names BlackRock, Jamie Foxx and Eva Longoria Among New Backers as ARR Tops $500M (TechBooky)