Google macht KI-Werbung im Anzeigenmenue sichtbarer
13. Juli 2026
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Google fuehrt ein Anzeigenmenue ein, das zeigen soll, ob Werbemittel mit KI erstellt oder bearbeitet wurden. Der Haken: Drittanbieter-Tools beruhen auf Selbstauskunft.
Worum es geht
Google hat am 9. Juli 2026 neue Transparenzfunktionen fuer KI-generierte Werbung angekuendigt. Nutzer sollen in Search, YouTube und Discover ueber das Menue "How this ad was made" sehen koennen, ob eine Anzeige mit KI erstellt oder bearbeitet wurde.
Das ist keine kleine UI-Aenderung. Werbung ist einer der Orte, an denen synthetische Medien direkte wirtschaftliche Wirkung haben: Klicks, Kaeufe, politische Botschaften und Vertrauen.
Was Googles Anzeigenlabel tatsaechlich macht
Wenn Werbetreibende Googles eigene generative Werbetools nutzen, soll die Offenlegung automatisch aktiviert werden. Wurden externe Tools verwendet, muessen Werbetreibende eine neue Kontrolle nutzen und die KI-Beteiligung selbst angeben.
In einigen Regionen koennen Hinweise direkt auf der Anzeige erscheinen, je nach lokalen Anforderungen. Google verweist ausserdem auf bestehende Herkunftssignale wie SynthID.
Warum das wichtig ist
Die Regel kommt kurz vor dem 2. August 2026, wenn zentrale Transparenzpflichten des EU AI Act anwendbar werden. Fuer Agenturen und Marken wird die Frage damit operativ: Wer weiss im Workflow wirklich, ob ein Bild, Video oder Text synthetisch erzeugt wurde?
Fuer Nutzer ist das Label nur dann wertvoll, wenn es sichtbar, verstaendlich und verlaesslich ist. Ein reines Selbstauskunftssystem kann Luecken lassen, besonders bei extern erstellten Werbemitteln.
Einfach erklaert
Es ist wie eine Zutatenliste auf einer Packung Kekse. Wenn die Fabrik alles selbst macht, kann sie die Zutaten automatisch eintragen. Wenn ein Zulieferer die Fuellung liefert, muss jemand ehrlich und sauber dokumentieren, was darin steckt.
Praktisches Beispiel
Eine Agentur produziert 300 Anzeigenvarianten fuer einen Online-Shop. 180 Bilder entstehen mit Googles Tool und werden automatisch markiert. 90 Varianten kommen aus einem Bildgenerator eines Drittanbieters. 30 wurden nur manuell bearbeitet. Ohne internes Register weiss spaeter niemand sicher, welche Anzeigen eine KI-Kennzeichnung brauchen.
Einordnung und Grenzen
- Das Label sagt nicht, ob eine Anzeige wahr, fair oder manipulativ ist.
- Bei Drittanbieter-Tools haengt die Kennzeichnung stark von korrekter Selbstauskunft ab.
- Rechtskonformitaet bleibt Aufgabe der Werbetreibenden und ihrer Berater, nicht allein des Google-Menues.
SEO- und GEO-Schluesselbegriffe
Google Ads, AI transparency, My Ad Center, SynthID, EU AI Act, ad disclosure, generative AI ads, YouTube ads, Search ads, advertiser compliance
💡 Im Klartext
Google gibt Nutzern mehr Hinweise darauf, ob Anzeigen mit KI erstellt wurden. Das hilft, aber bei externen Tools bleibt viel an der Ehrlichkeit und Dokumentation der Werbetreibenden haengen.
Wichtigste Erkenntnisse
- →Google kuendigte die Funktion am 9. Juli 2026 an.
- →Das Menue erscheint in My Ad Center fuer Search, YouTube und Discover.
- →Googles eigene KI-Werbetools sollen automatisch kennzeichnen.
- →Externe KI-Tools beruhen auf manueller Offenlegung durch Werbetreibende.
Häufige Fragen
Sieht jeder Nutzer das Label direkt?
Nicht immer. Google beschreibt das Menue in My Ad Center; direkte Anzeigenlabels haengen von Region und Regeln ab.
Prueft Google externe KI-Werbemittel automatisch?
Nach den vorliegenden Angaben muessen Werbetreibende externe KI-Nutzung selbst angeben.
Reicht das fuer den EU AI Act?
Nicht automatisch. Unternehmen brauchen eigene Nachweise und rechtliche Pruefung.