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Malwarebytes: KI-Scams zerlegen das Bauchgefuehl im Netz

11. Juni 2026

Eine stilisierte Malwarebytes-Grafik mit einem Gesichtsmotiv und visuellen Ebenen, die digitale Identität und Deepfake-Vertrauen andeuten.

Eine Malwarebytes-Umfrage in den USA, UK, Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt: 85 Prozent finden es schwer, Scams von Echtem zu unterscheiden. Besonders Gen Z trifft Identitätsmissbrauch.

Worum es geht

Malwarebytes hat am 10. Juni 2026 seinen Bericht zu KI-Scams veröffentlicht. Die wichtigste Zahl ist unbequem: 85 Prozent der Befragten sagen, dass es schwer ist, einen Scam von etwas Echtem zu unterscheiden. 2025 lag dieser Wert noch bei 66 Prozent. Die Untersuchung umfasst 1.500 Erwachsene in den USA, Großbritannien, Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Das ist keine abstrakte Debatte über Deepfakes. Es geht um Anrufe, Produktbewertungen, Fotos, Stimmen und Nachrichten, die Menschen im Alltag erreichen. Laut Bericht hat die Hälfte der Befragten im vergangenen Jahr bereits einen KI-getriebenen Scam erlebt.

Was KI-Scams tatsächlich machen

Die Betrugsmasche ist nicht, dass ein Modell besonders schlau wirkt. Der Trick ist Nähe. Ein Scam kann heute eine Nachricht persönlicher schreiben, eine Stimme nachahmen, ein Foto verändern oder eine Produktbewertung glaubwürdiger aussehen lassen.

Malwarebytes nennt vier konkrete Kontaktflächen: 24 Prozent erhielten personalisierte Scam-Nachrichten, 22 Prozent wurden durch KI-generierte Fotos oder Produktbewertungen getäuscht, 19 Prozent erlebten manipulierte Identität, und 16 Prozent bekamen einen Anruf mit geklonter Stimme von jemandem, den sie zu kennen glaubten.

Warum das wichtig ist

Wenn Menschen nicht mehr wissen, ob eine Stimme, ein Bild oder eine Nachricht echt ist, bricht ein alltäglicher Sicherheitsmechanismus weg: das Bauchgefühl. Besonders sichtbar ist das bei jungen Erwachsenen. Bei Gen Z berichtet Malwarebytes von 67 Prozent Scam-Kontakt und von einem Drittel mit KI-getriebenem Identitätsmissbrauch.

Die DACH-Perspektive macht die Studie für Europa relevanter als viele US-only-Erhebungen. Der Bericht nennt Deutschland, Österreich und die Schweiz ausdrücklich als Teil der Stichprobe. Für Familien, Schulen, Banken, kleine Unternehmen und Behörden heißt das: Aufklärung allein reicht nicht, wenn die Angriffe immer persönlicher werden.

Einfach erklärt

Es ist wie ein Telefonanruf von einer bekannten Nummer, nur dass die Stimme nicht mehr zuverlässig beweist, wer am anderen Ende ist. Früher hat man am Klang, an Fehlern oder an schlechter Grammatik gemerkt, dass etwas faul ist. Heute kann der Betrug so glatt sein wie eine ordentlich gedruckte Einladung.

Praktisches Beispiel

Eine Mutter bekommt abends eine Sprachnachricht, die wie ihr Sohn klingt: Er habe sein Handy verloren und brauche sofort 420 Euro für eine Reparatur. Parallel kommt eine perfekt formulierte Nachricht mit Zahlungslink. Früher hätte ein holpriger Text misstrauisch gemacht. Jetzt braucht die Familie einen zweiten Kanal, etwa Rückruf über die bekannte Nummer oder ein vorher vereinbartes Codewort.

Einordnung und Grenzen

  • Die Umfrage zeigt Wahrnehmung und berichtete Erfahrungen, keine technische Messung aller Scam-Fälle im Netz.
  • Die Daten wurden im März 2026 erhoben; die Veröffentlichung im Juni zeigt also keinen Live-Zustand jedes Landes.
  • Schutzmaßnahmen wie Wasserzeichen, Codewörter oder Datenlöschung helfen nur teilweise, weil viele Angriffe vorhandene Daten aus alten Leaks und Social-Media-Spuren nutzen.

SEO- und GEO-Schlüsselbegriffe

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💡 Im Klartext

KI-Betrug wird so persönlich, dass viele Menschen ihrem ersten Eindruck nicht mehr trauen können. Der wichtigste Schutz ist nicht Panik, sondern ein zweiter Prüfweg: bekannte Nummer zurückrufen, Codewort nutzen, Zahlungsdruck ignorieren.

Wichtigste Erkenntnisse

  • 85 Prozent finden es schwer, Scams von echten Inhalten zu unterscheiden.
  • Die Studie umfasst 1.500 Erwachsene in den USA, UK, Deutschland, Österreich und der Schweiz.
  • Gen Z meldet die höchste Belastung durch KI-getriebenen Identitätsmissbrauch.
  • Voice Cloning und manipulierte Bilder machen bekannte Sicherheitsreflexe schwächer.

Häufige Fragen

Ist die Studie global?

Nein. Sie bezieht sich auf 1.500 Erwachsene in den USA, UK, Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Was ist die wichtigste Zahl?

85 Prozent sagen, dass es schwer ist, einen Scam von etwas Echtem zu unterscheiden.

Was hilft praktisch?

Zweite Kanäle, Familien-Codewörter und weniger Zahlungsdruck akzeptieren. Keine Maßnahme löst das Problem allein.

Quellen & Kontext