Wake bündelt Sitzungen von Coding Agenten auf dem eigenen Rechner
14. Oktober 2026

Wake durchsucht lokale Sitzungen von Claude Code, Codex, Cursor und vielen weiteren Coding Agenten. Die freie Desktop App hilft, alte Gespräche zu finden und Projekte fortzusetzen.
Worum es geht
Wer mehrere Coding Agenten nutzt, verteilt seine Arbeit schnell über zahlreiche Verzeichnisse, Datenbanken und Gesprächsverläufe. Wake sammelt diese lokal gespeicherten Sitzungen in einer Desktop App. Nutzer können sie nach Agent, Projekt und Zeitpunkt durchsuchen, vollständig lesen und aus dem passenden Projektordner wieder aufnehmen.
Das freie Projekt von Corey Chiu erschien im August 2026. Version 0.9.3 wurde am 13. Oktober 2026 veröffentlicht. Wake ist unter der MIT Lizenz verfügbar. macOS 14 oder neuer wird regulär unterstützt, während die Builds für Linux und Windows laut Projekt noch experimentell sind.
Was Wake tatsächlich macht
Wake liest die Verlaufsdateien und lokalen Datenbanken verschiedener Werkzeuge. Dazu gehören unter anderem Claude Code, Codex, Cursor, Gemini CLI, OpenCode, Kiro, OpenClaw und ZCode. Die App erstellt daraus einen eigenen lokalen Volltextindex. Titel, Gesprächsinhalte, Werkzeugaufrufe und Modellangaben lassen sich anschließend gemeinsam durchsuchen.
Eine gefundene Sitzung kann Wake in einem Terminal oder einer passenden Desktop App öffnen. Sterne, angeheftete Einträge und der Suchindex landen in der eigenen Datenbank von Wake. Nach Angaben des Projekts werden die Quelldateien nur gelesen. Löscht ein Nutzer selbst eine dateibasierte Sitzung, verschiebt Wake sie in den Papierkorb.
Zusätzlich liefert die App einen lokalen MCP Server und eine Kommandozeile aus. Darüber können kompatible Agenten frühere Sitzungen suchen und lesen. Seit Version 0.9 können neue Sitzungen von Claude Code und Codex über ein Plugin Kontext aus der bisherigen Projektarbeit erhalten. Version 0.9.2 ordnet außerdem Sitzungen vieler Unteragenten ihrer jeweiligen Hauptsitzung zu.
Warum das wichtig ist
Coding Agenten speichern ihre Verläufe nicht in einem gemeinsamen Format. Ein Projekt kann deshalb in Claude Code beginnen, mit Codex weitergehen und später in Cursor landen. Ohne zentrale Suche muss ein Mensch wissen, welches Werkzeug verwendet wurde und wo dessen Verlauf liegt. Wake setzt genau an dieser organisatorischen Lücke an.
Der praktische Nutzen ist besonders groß für Entwickler, die mehrere Agenten testen, parallel an vielen Projekten arbeiten oder eine frühere Entscheidung samt Begründung wiederfinden müssen. Die lokale Verarbeitung ist zugleich ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Laut Produktseite gibt es kein Konto, kein Abonnement und keine Telemetrie. Nur eine manuell ausgelöste Aktualisierungsprüfung stellt eine Hintergrundanfrage. Entfernte Rechner bindet Wake über die eigene SSH Verbindung des Nutzers ein.
Das Projekt nennt für den Rechner des Entwicklers rund 1.100 Sitzungen und etwa 1,8 Gigabyte Ausgangsdaten. Dort dauerte ein vollständiger Index ungefähr fünf Sekunden. Das ist eine Herstellerangabe und kein unabhängiger Benchmark; auf anderen Rechnern und mit anderen Datenformaten kann das Ergebnis abweichen.
Einfach erklärt
Wake ähnelt einem Karteikasten für Werkstattaufträge. Die eigentliche Arbeit bleibt in den Schubladen der einzelnen Werkzeuge. Wake erstellt nur ein gemeinsames Register, damit man den richtigen Auftrag wiederfindet und an der passenden Werkbank fortsetzt.
Praktisches Beispiel
Eine Entwicklerin arbeitet in einer Woche an vier Projekten und startet dabei 30 Sitzungen in Claude Code, Codex und Cursor. Am Freitag sucht sie die frühere Entscheidung zum Rate Limiting, erinnert sich aber weder an den Agenten noch an den Tag. In Wake sucht sie nach „rate limiter“, öffnet den Treffer mit dem damaligen Werkzeugaufruf und setzt die Sitzung aus dem richtigen Projektordner fort.
Bevor sie das MCP Plugin aktiviert, prüft sie einige zufällige Treffer und die angezeigten Projektpfade. Danach erlaubt sie dem neuen Agenten nur lesenden Zugriff auf die bisherigen Sitzungen. So gewinnt sie Kontext, ohne automatisch alle alten Annahmen als weiterhin richtig zu behandeln.
Einordnung und Grenzen
Erstens kann Wake nur Verläufe lesen, die ein Werkzeug lokal und in einem unterstützten Format speichert. Windsurf und Trae sind wegen verschlüsselter Daten nicht unterstützt; reine Cloudverläufe anderer Anbieter können ebenfalls fehlen.
Zweitens ist Version 0.9.3 noch vor einer stabilen 1.0 Ausgabe. Linux und Windows gelten ausdrücklich als experimentell. Teams sollten deshalb zunächst eine Kopie ihrer Arbeitsumgebung testen und sich nicht auf Wake als einziges Archiv verlassen.
Drittens enthält ein Sitzungsverlauf oft Quellcode, Dateipfade, Prompts oder interne Informationen. Lokale Verarbeitung reduziert die Übertragung an Dritte, ersetzt aber keine Zugriffsrechte, Laufwerksverschlüsselung und saubere Löschregeln. Besonders das Einbinden entfernter Rechner über SSH und das Freigeben alter Verläufe an neue Agenten sollte bewusst erfolgen.
SEO und GEO Schlüsselbegriffe
Wake, Coding Agenten, Claude Code Sitzungen, Codex Sitzungen, Cursor Verlauf, lokale Volltextsuche, MCP Server, Entwicklerwerkzeug, Open Source, Sitzungsverwaltung, Agentengedächtnis
💡 Im Klartext
Wake ist eine lokale Suchoberfläche für die Gesprächsverläufe vieler Coding Agenten. Die App hilft, alte Sitzungen wiederzufinden und fortzusetzen, ohne sie laut Anbieter in einen fremden Cloudspeicher hochzuladen.
Wichtigste Erkenntnisse
- →Wake bündelt lokale Sitzungen vieler Coding Agenten in einer Desktop App.
- →Volltextsuche, Projektfilter und Wiederaufnahme helfen bei verstreuten Arbeitsverläufen.
- →Ein lokaler MCP Server und eine Kommandozeile geben Agenten lesenden Zugriff auf frühere Sitzungen.
- →Das Projekt ist unter der MIT Lizenz frei verfügbar und benötigt kein Konto.
- →macOS ist der Hauptpfad; Linux und Windows sind noch experimentell.
- →Sensible Sitzungsdaten erfordern weiterhin lokale Zugriffsrechte und sichere Geräte.
Häufige Fragen
Was ist Wake?
Wake ist eine freie Desktop App, die lokale Sitzungen verschiedener Coding Agenten indexiert, durchsucht und wieder öffnet.
Welche Coding Agenten unterstützt Wake?
Die Liste umfasst unter anderem Claude Code, Codex, Cursor, Gemini CLI, OpenCode, Kiro, OpenClaw und ZCode. Einzelne Daten wie Modellnamen fehlen, wenn das jeweilige Werkzeug sie nicht speichert.
Lädt Wake Gespräche in die Cloud?
Laut Produktseite verarbeitet Wake die Daten lokal und nutzt keine Telemetrie. Entfernte Rechner werden nur über eine vom Nutzer eingerichtete SSH Verbindung gespiegelt.
Ist Wake kostenlos?
Ja. Der Quellcode steht unter der MIT Lizenz, und die Produktseite nennt weder Konto noch Abonnement als Voraussetzung.
Läuft Wake unter Windows und Linux?
Es gibt Builds für beide Systeme, das Projekt bezeichnet sie jedoch noch als experimentell. Der reguläre Schwerpunkt liegt derzeit auf macOS 14 oder neuer.