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OpenHistory baut aus Mac-Aktivität ein privates Arbeitsgedächtnis

21. August 2026

Ein macOS-Fenster von OpenHistory zeigt eine chronologische Liste von Arbeitseinträgen mit Uhrzeiten und Zusammenfassungen.

OpenHistory erstellt auf dem Mac eine durchsuchbare Arbeitschronik, fasst Arbeitstage zusammen und gibt lokalen KI-Agenten nur kontrollierten, geschwärzten Lesezugriff.

Worum es geht

OpenHistory ist eine quelloffene macOS-App, die erlaubte Vordergrundaktivitäten in eine private, durchsuchbare Arbeitschronik verwandelt. Sie soll eine alltägliche Lücke schließen: Aufgaben verteilen sich über Editor, Browser, Terminal und Dokumente, doch am nächsten Morgen fehlt oft der Zusammenhang.

Das Projekt ist noch jung und verlangt macOS 14 oder neuer. Nach Angaben des Projekts kann die App inzwischen direkt von der Produktseite geladen oder aus dem MIT-lizenzierten Quellcode gebaut werden. Für automatische Zusammenfassungen stehen Apples lokales Foundation Model sowie optional OpenAI, Anthropic und Kimi zur Wahl.

Was OpenHistory tatsächlich macht

Die App beobachtet nur Aktivitätsarten, denen der Nutzer zugestimmt hat. Sie erfasst Vordergrundanwendungen und erlaubte Änderungen über die Bedienungshilfen von macOS, bildet daraus Arbeitsepisoden und erzeugt stündliche sowie tägliche Zusammenfassungen. Screenshots, Audio und einzelne Tastendrücke werden laut Datenschutzdokumentation nicht aufgezeichnet.

Rohdaten, Indizes, Einstellungen und Zugangsdaten liegen in einem lokal geschützten Verzeichnis. Wer ein Cloud-Modell auswählt, muss einen eigenen Schlüssel hinterlegen und der Übertragung ausdrücklich zustimmen. Alternativ bleiben Zusammenfassungen ausgeschaltet oder laufen mit Apples Modell auf dem Gerät.

Für lokale KI-Agenten stellt OpenHistory einen authentifizierten MCP-Server auf der Loopback-Adresse bereit. Er liefert eine geschwärzte, schreibgeschützte Sicht statt des vollständigen Aktivitätsprotokolls. Verbindungen erhalten einzeln widerrufbare Zugangsdaten.

Warum das wichtig ist

Persönliche Arbeitsagenten benötigen Kontext, doch eine pauschale Bildschirmaufzeichnung sammelt schnell Passwörter, private Chats und Kundendaten. OpenHistory verfolgt einen engeren Ansatz: kein Screenshot-Archiv, definierte Ausschlüsse für Passwortfelder und private Browserfenster, lokale Speicherung und ein begrenzter Agentenzugang.

Das macht das Tool besonders für Entwickler, Projektleitende und Wissensarbeiter interessant, die häufig zwischen Anwendungen wechseln. Der praktische Vorteil ist nicht ein weiterer Chat, sondern ein überprüfbarer Verlauf: Was wurde gestern abgeschlossen, wo blieb eine Freigabe hängen und welche Datei gehörte zu einer Aufgabe?

Die Grenzen sind ebenso wichtig. Bedienungshilfen können sensible Texte sichtbar machen. E-Mail-, Nachrichten- und Texteingaben können beim Einrichten aktiviert sein und müssen deshalb bewusst geprüft werden. Wer Cloud-Modelle nutzt, überträgt ausgewählte Belege an den jeweiligen Anbieter.

Einfach erklärt

OpenHistory ähnelt einem sorgfältigen Bordbuch auf dem Schreibtisch. Es fotografiert nicht jede Bewegung und schreibt nicht jeden Tastendruck mit. Stattdessen notiert es nach festgelegten Regeln, an welchem Thema gearbeitet wurde, und erlaubt einem Assistenten nur den Blick auf eine bereinigte Abschrift.

Praktisches Beispiel

Eine Produktmanagerin arbeitet an einem Tag in zwölf Browser-Tabs, zwei Dokumenten und drei Tickets. Am nächsten Morgen fragt sie ihren lokalen Agenten: „Wo blieb die Freigabe für Version 4.2 stehen?“ Der Agent durchsucht über MCP nur die freigegebene Chronik und nennt das zuletzt bearbeitete Ticket sowie das referenzierte Dokument.

Vor dem Einsatz testet sie das Tool eine Woche lang. Sie lässt automatische Zusammenfassungen lokal laufen, deaktiviert die Erfassung von Nachrichten und prüft täglich zehn Einträge auf falsche Zuordnung. Erst danach verbindet sie einen Agenten mit einem eigenen, widerrufbaren Schlüssel.

Einordnung und Grenzen

  • OpenHistory befindet sich in aktiver Entwicklung; Erkennung, Akkulast und Zusammenfassungen können noch unzuverlässig sein.
  • Die App ist derzeit auf macOS 14 oder neuer beschränkt. Apples lokale Zusammenfassungen verlangen zusätzlich Apple Intelligence auf macOS 26 oder neuer.
  • Bedienungshilfen können vertrauliche Inhalte offenlegen. Ausschlüsse reduzieren das Risiko, ersetzen aber keine Prüfung der Einstellungen.
  • Cloud-Zusammenfassungen verlassen den Rechner. Datenschutz hängt dann zusätzlich vom ausgewählten Anbieter und dessen Regeln ab.
  • Eine Chronik beweist nicht, dass eine Aufgabe fachlich abgeschlossen wurde. Sie ist Gedächtnisstütze, kein Audit-System.

Der sinnvolle nächste Test ist klein: Installation auf einem nicht besonders sensiblen Arbeitsprofil, Nachrichten deaktivieren, lokale Zusammenfassungen wählen und nach drei Tagen prüfen, ob die Chronik wirklich hilfreiche Antworten liefert.

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💡 Im Klartext

OpenHistory merkt sich auf dem Mac, woran du gearbeitet hast, und macht den Verlauf durchsuchbar. Die Daten bleiben standardmäßig lokal; verbundene Agenten erhalten nur eine geschwärzte Leseansicht.

Wichtigste Erkenntnisse

  • OpenHistory erstellt aus erlaubter Mac-Aktivität stündliche und tägliche Arbeitschroniken.
  • Die App zeichnet laut Projekt keine Screenshots, Audiodaten oder einzelnen Tastendrücke auf.
  • Zusammenfassungen können lokal mit Apple Intelligence oder optional über Cloud-Anbieter laufen.
  • Lokale Agenten greifen über einen authentifizierten, schreibgeschützten MCP-Server zu.
  • Das Tool ist jung, macOS-gebunden und benötigt eine sorgfältige Datenschutzkonfiguration.

Häufige Fragen

Welche Systeme unterstützt OpenHistory?

Derzeit läuft OpenHistory auf macOS 14 oder neuer. Lokale Zusammenfassungen mit Apples Modell benötigen Apple Intelligence auf macOS 26 oder neuer.

Zeichnet OpenHistory den Bildschirm auf?

Laut Projektdokumentation werden keine Screenshots, Audiodaten oder einzelnen Tastendrücke gespeichert. Erlaubte Aktivitäten über die Bedienungshilfen können trotzdem sensible Texte enthalten.

Können KI-Agenten Rohdaten lesen?

Nein. Der lokale MCP-Server stellt eine geschwärzte, schreibgeschützte Projektion bereit und verlangt eigene, widerrufbare Zugangsdaten.

Ist OpenHistory kostenlos und quelloffen?

Das Repository steht unter der MIT-Lizenz. Für optionale Cloud-Modelle können separate Nutzungskosten entstehen.

Quellen & Kontext