Vane, früher Perplexica: KI-Suche mit Quellen auf eigener Hardware
1. November 2026

Vane ist eine selbst gehostete Antwortmaschine mit Quellenangaben, die lokale Modelle über Ollama oder Cloud-Modelle nutzt. Was sie kann und wo man genau hinsehen sollte.
Worum es geht
KI-Antwortmaschinen wie Perplexity haben verändert, wie viele Menschen im Netz recherchieren: Statt zehn Links liefern sie eine zusammengefasste Antwort mit Quellenangaben. Der Haken: Die Suchanfragen landen bei einem fremden Anbieter, und welches Modell im Hintergrund arbeitet, bestimmt man nur begrenzt selbst.
Vane ist eine selbst gehostete Alternative. Das Projekt hieß bis vor Kurzem Perplexica und wurde unter neuem Namen fortgeführt; das alte GitHub-Repository leitet heute auf ItzCrazyKns/Vane weiter. Entwickler ist Kushagra Srivastava (GitHub-Konto ItzCrazyKns). Der Code steht unter der MIT-Lizenz, und das Repository hatte am 1. November 2026 laut GitHub-API rund 38.000 Sterne. Die letzte offizielle Version ist 1.12.2 vom 10. April 2026, die letzte Code-Änderung stammt vom 1. September 2026.
Was Vane tatsächlich macht
Vane läuft als Webanwendung auf dem eigenen Rechner oder Server, am einfachsten per Docker-Befehl. Das offizielle Image bringt die Metasuchmaschine SearxNG gleich mit. SearxNG fragt mehrere Suchmaschinen ab, ohne dass dafür ein persönliches Konto nötig ist. Ein Sprachmodell liest anschließend die gefundenen Seiten und formuliert eine Antwort mit nummerierten Quellenverweisen.
Als Modell lassen sich lokale Modelle über Ollama oder Cloud-Anbieter wie OpenAI, Anthropic, Google Gemini und Groq einbinden. Laut README gibt es drei Suchmodi: Speed für schnelle Antworten, Balanced für den Alltag und Quality für gründlichere Recherche. Man kann die Suche auf das Web, Diskussionen oder wissenschaftliche Arbeiten eingrenzen, Dokumente hochladen und befragen, gezielt nur bestimmte Domains durchsuchen sowie Bild- und Videoergebnisse anzeigen. Der Suchverlauf wird lokal gespeichert.
Warum das wichtig ist
Für Redaktionen, Beratungen, Hochschulen und Unternehmen mit sensiblen Fragen ist entscheidend, wo Suchanfragen landen. Mit Vane und einem lokalen Modell kann die Recherche weitgehend auf eigener Hardware bleiben; nur die Websuche selbst geht über SearxNG nach außen. Mehrere unabhängige Anleitungen, etwa von glukhov.org und promptquorum.com, beschreiben Vane als pragmatische Option für Teams, die eine Perplexity-ähnliche Oberfläche ohne Abo wollen.
Einfach erklärt
Vane ist wie eine Bibliothekarin, die man in die eigene Firma holt. Sie geht für dich in viele Bibliotheken gleichzeitig, liest die passenden Seiten und legt dir eine Zusammenfassung mit Lesezeichen an jeder Fundstelle hin. Was du gefragt hast, bleibt in deinem Haus.
Praktisches Beispiel
Eine Agentur mit acht Mitarbeitenden recherchiert täglich etwa 40 Fragen zu Kunden, Märkten und Fachbegriffen. Bisher liefen diese Anfragen über verschiedene kommerzielle Dienste. Die IT installiert Vane auf einem Server mit Docker und verbindet es mit einem lokalen Modell über Ollama. Für schnelle Faktenfragen nutzt das Team den Speed-Modus, für Hintergrundrecherche den Quality-Modus mit Eingrenzung auf Fachdomains. Ob die Antwortqualität reicht, sollte das Team in einem zweiwöchigen Test mit 50 echten Fragen gegen das bisherige Werkzeug vergleichen.
Einordnung und Grenzen
- Qualität hängt am Modell: Mit kleinen lokalen Modellen sind Antworten oft knapper und fehleranfälliger als bei großen Cloud-Modellen. Quellenverweise schützen nicht vor falsch zusammengefassten Inhalten; Nachprüfen bleibt Pflicht.
- Betrieb liegt bei dir: Updates, Sicherheit und Erreichbarkeit des Servers muss man selbst verantworten. Die letzte offizielle Version stammt vom April 2026; das Entwicklungstempo ist ruhiger geworden.
- Datenschutz ist nicht automatisch: Wer Cloud-Modelle einbindet, schickt Fragen und gefundene Texte an diese Anbieter. Und SearxNG fragt weiterhin externe Suchmaschinen ab.
Der nächste sinnvolle Test
Am schnellsten lässt sich Vane mit dem offiziellen Docker-Befehl auf einem Testrechner starten. Danach lohnt ein direkter Vergleich: zehn Fragen aus dem Arbeitsalltag einmal mit einem lokalen Modell über Ollama und einmal mit einem Cloud-Modell beantworten lassen. Dabei sollte man vor allem prüfen, ob die verlinkten Quellen die jeweilige Aussage tatsächlich stützen. Erst danach lohnt die Entscheidung, ob Vane dauerhaft auf einem Server laufen soll.
SEO- und GEO-Schlüsselbegriffe
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💡 Im Klartext
Vane ist eine Suchmaschine mit KI, die man selbst betreibt. Sie sucht im Netz, liest die Treffer und schreibt eine Antwort mit Quellen. Mit einem lokalen Modell bleiben die eigenen Fragen weitgehend im eigenen Haus.
Wichtigste Erkenntnisse
- →Vane ist die umbenannte Fortführung von Perplexica und steht unter der MIT-Lizenz.
- →Das Docker-Image bringt die Metasuchmaschine SearxNG mit; Installation per einzelnem Befehl.
- →Unterstützt werden lokale Modelle über Ollama sowie Cloud-Anbieter wie OpenAI, Anthropic, Gemini und Groq.
- →Drei Suchmodi, Quellenfilter, Domain-Eingrenzung und Dokument-Uploads sind laut README verfügbar.
- →Die letzte offizielle Version 1.12.2 stammt vom 10. April 2026.
- →Antwortqualität, Serverbetrieb und Datenschutz hängen stark von der gewählten Konfiguration ab.
Häufige Fragen
Ist Vane dasselbe wie Perplexica?
Ja. Vane ist der neue Name des Projekts Perplexica vom selben Entwickler; das alte Repository leitet auf das neue weiter.
Brauche ich eine Grafikkarte?
Nur wenn du lokale Modelle über Ollama nutzen willst. Mit Cloud-Modellen reicht ein normaler Server oder Rechner mit Docker.
Bleiben meine Suchanfragen privat?
Mit lokalem Modell bleiben die Fragen weitgehend auf eigener Hardware. Bei Cloud-Modellen gehen Fragen und Texte an den jeweiligen Anbieter, und SearxNG fragt externe Suchmaschinen ab.
Was kostet Vane?
Die Software ist kostenlos und Open Source. Kosten entstehen für Hardware, Strom und gegebenenfalls Cloud-Modelle.